Wasserkocher: Entkalken mit Essig (Essigessenz) & Zitronensäure

Teetrinker und Freunde von süßen Aufgussgetränken kommen nicht ohne Wasserkocher aus. Die Haushaltshelfer sind verlockend praktisch: Wasser rein, Schalter an und im Handumdrehen blubbert es. Je nach regionaler Wasserhärte kann dieser Vorgang mit der Zeit immer länger dauern. Grund dafür sind Kalkablagerungen auf der Innenseite des Kochgefäßes, die wie eine Dämmschicht wirken. Sie erhöhen jedoch nicht nur den Stromverbrauch, sondern beeinflussen auch den Geschmack des Wassers – und das nicht zum Vorteil. Abgesehen von dem unappetitlichen Anblick, wird es also Zeit für eine ordentliche Entkalkung.

Wasserkocher entkalken mit Essig (Essigessenz)

Chemische Reiniger sind dabei völlig unangebracht und zum Glück auch überflüssig, denn das effektivste Mittel zum Kalkablösen ist Essigsäure. In den verschiedenen Essigen, die wir im Haushalt zur Hand haben, ist natürlich nur ein Bruchteil dieser Säure enthalten, etwa 5 bis 15 Prozent. Es handelt sich also genau genommen um Essigessenz, auch wenn wir diese Bezeichnung in der Alltagssprache meist unter den Tisch fallen lassen.

Ich verwende zum Entkalken des Wasserkochers immer Apfelessig, weil er einen angenehmeren Geruch verbreitet und mich der Gedanke abschreckt, denselben Essig, den ich zum Putzen verwende, auch in den Wasserkocher zu kippen. Das ist natürlich nur ein persönlicher Spleen, denn in der Praxis ist egal, welche Essigessenz Ihr verwendet.

  1. Ihr füllt den Wasserkocher beim ersten Durchgang so weit, dass das Wasser die Kalkablagerungen komplett erreicht.
  2. Dann gebt Ihr einen kräftigen Schuss Essig hinein (wer es genau will: zwei Esslöffel oder zwei Verschlusskappen) und lasst das Gemisch einwirken. Je nach Stärke der Ablagerungen würde ich eine halbe Stunde bis zwei Stunden empfehlen.
  3. Danach schaltet Ihr das Gerät ein und lasst das Gemisch aufkochen. Nach dem ersten Durchgang sind vielleicht noch nicht alle Ablagerungen abgelöst, deshalb muss das Ganze noch einmal wiederholt werden.
  4. Nach dem zweiten Mal schrubbt ihr den Kocher mit einer Aufwaschbürste aus, falls es immer noch hartnäckige Kalkreste gibt.
  5. Beim dritten Mal nehmt Ihr nur noch Wasser, füllt den Behälter komplett auf und lasst es erneut gut kochen. Nun sollten beim Auskippen alle Kalkstückchen davonschwimmen und der Kocher wieder im alten Glanz erstrahlen.
  6. Falls Ihr das Gefühl habt, dass er noch etwas streng nach Essig riecht, dann spült ihn so lange aus, bis der Geruch verflogen ist und wischt ihn anschließend trocken.

Wasserkocher entkalken mit Zitronensäure

Die Alternative zur Essigessenz ist im Haushalt meist die Zitronensäure. Sie riecht besser und mag deshalb bei dem einen oder anderen das bevorzugte Mittel sein. Es spielt dabei keine Rolle, ob man flüssige oder pulverförmige Zitronensäure verwendet. Sie wird in derselben Dosierung wie der Essig ins Wasser gegeben. Die Vorgehensweise unterscheidet sich nicht. Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass manche flüssige Zitronensäuren etwas zu niedrig konzentriert sind, um die Kalkablagerungen beim ersten oder zweiten Mal zu lösen.

Wie entkalkt Ihr Eure Wasserkocher? Nehmt Ihr andere Mittel oder habt Ihr Geheimtipps? Dann würde ich mich über einen Kommentar von Euch freuen. Weitere Hinweise findet Ihr auch im Wasserkocher Test und Vergleich Portal.

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