Pizzaschere – Besser als ein Pizzaschneider oder überflüssig?

Bei Pizzascheren handelt es sich um ein Küchenwerkzeug, das allein zu dem Zweck bestimmt ist, das Schneiden von Pizzastücken zu erleichtern. „Moment“, werdet Ihr meinen, „dazu gibt es doch längst Messer und Schneideroller!“ – Richtig. Genau deshalb bin ich der Sache auf den Grund gegangen: Aus Anlass eines geselligen Spieleabends habe ich meinen Pizzaschneider gegen die Pizzaschere eines Freundes getauscht und sie beim Zerlegen unserer selbst gemachten Ofenpizza auf ihren Nutzwert geprüft.

Verschiedene Pizzascheren – Typen

Im Internet stößt man schnell auf eine große Auswahl an Pizzascheren. Die Preisspanne reicht im Durchschnitt von 10 bis 20 Euro. Wie teuer Euch so eine Schere kommt, hängt zum einen davon ab, ob Ihr das Produkt eines Markenherstellers kauft. Zum anderen unterscheiden sich die Scheren in Ihrer Bauweise. Es gibt im Wesentlichen vier verschiedene Typen:

  • Die einfachen Exemplare sehen aus wie ganz normale Haushaltsscheren, deren Klingen leicht abgewandelt wurden. Sie sind so „geknickt“ oder angewinkelt, dass es möglich ist, die Schere mit der Hand über die Pizza zu führen, ohne, dass man dabei mit den Fingern auf den Belag kommt. Die untere Scherenklinge wird mit dem Daumen flach unter der Pizza entlang geführt und hebt sie leicht an. Die obere Klinge wird mit Zeige- und Mittelfinger im Griff nach unten gedrückt und trifft zuerst am Rand und dann langsam an der Schnittkante entlang mit der unteren Klinge zusammen. Ist die Schere lang genug bzw. die Pizza durchschnittlich im Umfang, kann auf diese Weise schon ein ganzes Pizzastück angeschnitten werden, ohne, dass die Schere großartig nach vorn bewegt werden muss.
  • Mein Freund hat mir eine Abwandlung oder Weiterentwicklung dieser einfachen Scheren zur Verfügung gestellt. Es handelte sich um ein Exemplar, bei dem die untere Klinge wie ein Dreieck geformt ist. Dadurch wird das Pizzastück nach und nach angehoben, je weiter man hineinschneidet.
  • Dann gibt es geschwungene Exemplare, bei denen die Schneideklingen wie Fingerspitzen unter die Pizza gleiten und sie sanft anheben. Die soll wohl dazu beitragen, dass der Belag nicht durcheinander gerät, wie es bei den winkligen Scheren der Fall sein kann.
  • Zu guter Letzt gibt es noch Komfortscheren, bei denen die untere Klinge zu einer Art Tortenheber verbreitert ist. Wenn man die Schere ansetzt, wird gleich ein komplettes Pizzastück angehoben. Beim ersten Stück macht das noch wenig Sinn, aber sobald dieses fehlt, können immer gleich fertige Stücken geschnitten und vom Blech gehoben werden. Eine tolle Sache.

Mein Fazit zu Pizzascheren

Bis auf die „Komfort“-Variante erfüllen Pizzascheren dieselbe Funktion wie Pizzaschneider, die man über die Pizza rollt, um sie zu zerteilen. Insofern ist ein Mehrwert noch nicht erkennbar. Ich habe aber festgestellt, dass die Scheren zuverlässiger schneiden: Während man beim Pizzaschneider (oder -roller) oft mehrmals ansetzen muss, besonders, wenn es sich um eine selbstgebackene Pizza handelt, geht man mit einer Schere auf Nummer sicher. Sie zerteilt Teig- und Belagstücke ohne großen Kraftaufwand und an einer sauberen Schnittlinie. Eine Investition, die sich vor allem für regelmäßige Hobbypizzabäcker lohnt.

3.50 / 5 ( 7 Bewertungen )

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