Haushaltsplaner / Haushaltsplan erstellen – Tipps & Beispiele

Haushaltsführung ohne genaue Kenntnis der Einnahmen- und Ausgaben-Seite kann funktionieren – muss es aber nicht. Böse Überraschungen sind selbst bei guter Planung nicht von vornherein auszuschließen, aber Ihr könnt Euch auf sie vorbereiten! Nehmt dazu einfach den Posten „unvorhergesehene Ausgaben“ in Euren Haushaltsplan auf – so eine Budgetübersicht ist unerlässlich, um mit gutem Gefühl über die Runden zu kommen und Investitionen im Bewusstsein der eigenen Möglichkeiten anzugehen.

Ein Haushaltsplan für die Finanzen

Da Ihr Euch vielleicht fragt, wie so ein Haushaltsplan aussieht und was darin alles vorkommen sollte, gibt es von mir eine kleine Übersicht:

  • Auf der Einnahmenseite solltet Ihr neben Eurem Nettogehalt eventuell auch Sparzinsen, Familienzulagen (Kindergeld), Mieteinnahmen und Einnahmen aus Nebentätigkeiten erfassen.
  • Auf der Ausgabenseite stehen natürlich viel mehr Einzelposten. Man kann sie zum Beispiel in folgende Kategorien gliedern: Wohnkosten, Energiekosten, Telekommunikationskosten, Versicherungen & Vorsorgeaufwand, Mobilitätskosten, Haushaltskosten und Verschiedenes.

Unsere Eltern und Großeltern haben Haushaltspläne noch per Hand kalkuliert und niedergeschrieben. Heute stehen Euch dafür Softwareprogramme und Onlinetools zur Verfügung. Sehr gut aufgegliedert und leicht zu handhaben ist das Online-Haushaltsbuch auf haushalt-buch.de – hier seht Ihr, welche Posten ein Haushaltsbuch umfassen sollte. Wenn Ihr es benutzt, solltet Ihr Euch im Klaren darüber sein, dass die eingegebenen Daten vom Betreiber für Werbezwecke verwandt werden können. Deshalb empfehle ich, folgende Tools zum Downloaden zu verwenden:

  • Der Verbraucherservice Bayern bietet ein kostenloses Haushaltsplanerprogramm zum Download an. Es erlaubt Euch, Ein- und Ausgabenbereiche festzulegen, feste Zahlungsein- und -abgänge einzubeziehen und dann monatliche oder Kalenderjahrberechnungen vorzunehmen. Die Ergebnisse können grafisch dargestellt und analysiert werden. Das Programm gibt es auch als App fürs Smartphone.
  • Besitzt Ihr Microsoft Excel, dann könnte Dir die Musterdatei von Computer easy eine Hilfe sein. Sie steht zum Beispiel auf der Website des Magazins Chip.de zum Download bereit. Nach dem Öffnen der Datei könnt Ihr monatliche Einzelposten erfassen. Die Summen für Einnahmen und Ausgaben berechnet die Tabelle dann automatisch. So könnt Ihr Monats- und Jahresbilanzen erstellen.

Ein Haushaltsplan für die häuslichen Tätigkeiten

Nicht nur die finanzielle Zukunft eines Haushaltes sollte gut geplant sein, auch für die täglichen Aufgaben in Haus und Garten kann man sich einen Plan erstellen. Dies ist besonders bei Familien mit Kindern zu empfehlen, damit keine Arbeit liegen bleibt und keine Erledigung in Vergessenheit gerät. Solch einen Haushaltsplan zu erstellen, ist keine große Sache. Tragt einfach alle Aufgaben zusammen, die in einer Woche oder einem Monat in Eurem Haushalt anfallen. Dies ist im Grunde genommen schon das größte Problem: Fällt Euch auf Anhieb alles ein? Wenn nicht, dann empfehle ich Euch, ein Tagebuch zu schreiben und dieses nach einem Monat auszuwerten. So bekommt Ihr mit Sicherheit eine ansehnliche Liste von Aufgaben zusammen.

Im nächsten Schritt geht es darum, diese Aufgaben an alle Mitglieder des Haushaltes zu verteilen – Babys und Kleinkinder natürlich ausgenommen =). Dazu könnt Ihr die gesammelten Aufgaben für jeden auf einen persönlichen Aufgabenzettel schreiben, der nach und nach abgehakt wird. Oder Ihr stellt einen Wochen- oder Monatsplan zusammen, der gut sichtbar aushängt. Zum Beispiel im Flur oder in der Küche. Hier gibt es dann Spalten für die Tage und Spalten für die Namen aller Familien- (oder WG-)Mitglieder. Nun kann jeder sehen, wer welche Aufgaben zu erledigen hat.

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